Offene Grenzen

AfD will Deutschland einmauern

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Stefan Protschka fordert zur Abwehr von Flüchtlingen an unserer 3700 km langen Außengrenze einen dreifachen Grenzzaun, dazu Kontrolltürme, Patrouillenwege und eine technische Totalüberwachung.

Fühlen Sie sich da nicht an unselige DDR-Zeiten erinnert?  Dabei gehen die Flüchtlingszahlen inzwischen drastisch zurück. Außerdem zielt diese AfD-Forderung auf eine Aufkündigung des international vereinbarten Asylrechts und der Genfer Flüchtlingskonvention. Dazu eine Stimme aus der Praxis:

„Ich kann Ihnen als langjähriger Grenzschützer versichern, dass sich Migration nicht eindämmen lässt. Sie wird sich immer ihren Weg suchen“, so Jörg Radek, Polizeihauptkommissar aus Südbaden in Badische Zeitung 21.3.2018 „Wir brauchen kein Zurück hinter Schlagbäume“.

Und was bedeuten solche totalen Grenzkontrollen in der Praxis? Alle deutschen Straßen, Wege, Schienen, alle Grenzgewässer und jeglicher Grenzverkehr einschließlich Bahn- und Flugreisen wären davon betroffen. Reiseverkehr, Handel oder grenzüberschreitende Handwerkertätigkeiten würden massiv behindert. Das wäre ein Frontalangriff gegen eine der größten Errungenschaften der Europäischen Union: unsere Reisefreiheit und Freizügigkeit!

Die Forderung der AfD ist Ausdruck von Menschenverachtung. Wenn sie meint, dass Migranten nur vor unserer Grenze stehen, um in Deutschland „Vollverpflegung“ zu erhalten, so zeigt sie ihre kaltherzige, völkische Gesinnung, mit der sie Ängste schüren will. Asylunterkünfte, in denen zum Teil 5 Personen auf 20 Quadratmetern über Monate wohnen müssen, sind fürwahr keine Fünf-Sterne-Hotels, wie die AfD suggeriert. Überzeugen Sie sich selbst!

Download dieser Seite als Flyer: Offene Grenzen

Allen Personen und Gruppen, die sich gegen den Rechtspopulismus engagieren wollen, stellen wir unsere Argumentationsmaterialien für eigene Aktionen in eigener Verantwortung zur Verfügung.