Wir sind Mitglied im
Netzwerk Demokratie Oberrhein
Texte und Lieder für den Erhalt der Demokratie

„Aus Liebe zur Demokratie“ ist das Motto eines literarisch-musikalischen Abends zu dem die Bürgerinitiative für Toleranz und Demokratie am Donnerstag, 24. September 2026 um 19 Uhr in den Rocca-Saal, Hauptstraße 134 in Denzlingen einlädt.
Die Schauspielerin Cordula Schmidt und die Pädagogin Monika Rudolph werden dabei ein buntes Kaleidoskop an teils nachdenklichen, teils satirischen, teils urkomischen Texten und Gedichten von Erich Kästner, Macha Kaléko, Simon Pearce und Sarah Bossetti zu Gehör bringen. Musikalisch begleitet werden sie vom Trio „HinterSinn“ (Matthias Metz, Thomas Schäfer und Gerhard Hort), das Songs u.a. von Reinhard Mey und Sebastian Krumbiegel interpretieren wird.
In Zeiten, in denen rechtsextremes Gedankengut nicht nur hierzulande wieder gesellschaftsfähig zu werden droht, wenden sich die Künstler:innen gegen menschenverachtendes, völkisches Denken und gegen antidemokratische Tendenzen. Mit ihrem Programm, das sie bereits bei verschiedenen Veranstaltungen in Südbaden erfolgreich präsentierten, setzen sie stattdessen ein wichtiges Zeichen für den Erhalt von Freiheit, Menschlichkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland.
Der Eintritt zu unserer Veranstaltung ist frei; Spenden sind willkommen.
Gemeinsam unsere Demokratie schützen

Es war ein außergewöhnliches und ermutigendes Ereignis für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die sich am Samstag, 25. April 2026 als Vertreterinnen und Vertreter von Initiativen und Gruppierungen aus Rheinfelden, Schopfheim, Lörrach, Weil am Rhein, Müllheim, Buggingen, Bad Krozingen, Staufen, Denzlingen, Herbolzheim, Kenzingen, Ettenheim und Lahr im Evangelischen Gemeindehaus Mülheim zur Gründung des „Netzwerks Demokratie Oberrhein“ trafen. Das Demokratie Forum Müllheim und die Bürgerinitiative für Toleranz und Demokratie Denzlingen hatten zu diesem Treffen eingeladen, um den zivilgesellschaftlichen Widerstand in Südbaden gegen rechtspopulistische und demokratiegefährdende Umtriebe zu stärken, sowie inhaltlich, personell und organisatorisch zu bündeln.
Im Vordergrund stand der konstruktive Austausch über örtliche Aktions- und Veranstaltungsformen sowie aktuelle Argumentationshilfen auf seröser Faktenbasis und Informationsmaterial zur Stärkung unserer Demokratie und freiheitlich-offener Gesellschaft. Vereinbart wurde, die Zusammenarbeit zu intensivieren und zu verstetigen, beispielweise durch einen gemeinsamen Internet- und Social-Media-Auftritt oder durch die Koordination von Aktionen gegen Rechtsextremismus. Zudem sollen weitere Gruppierungen und Organisationen, die bereits ihr grundsätzliches Interesse an einer Mitwirkung bekundet haben, eingebunden werden.
Die mutmachenden Berichte aus den einzelnen Gemeinden zeugten von ideenreichen und wirksamen Möglichkeiten, Jugendlichen und Erwachsenen stärker für den Schutz unserer Demokratie zu sensibilisieren und die Mitbürger zu überzeugen, keine rechtsradikalen Parteien zu wählen. Die auf der Tagung vorgestellten überparteilichen Aktionsmöglichkeiten werden im Ehrenamt organisiert und finanziert und zielen auf eine persönliche Aussprache mit denjenigen Bürgerinnen und Bürger ab, die sich von der Politik zu wenig beachtet fühlen und die für die Parolen der Rechtsradikalen anfällig sind.
Wenn dieser Tage manchmal Ratlosigkeit bei den demokratischen Parteien darüber anzutreffen ist, wie Verfassungsfeindlichkeit und der Trend nach Rechtsaußen gestoppt werden können, so zeigen die örtlichen überparteilichen Gruppierungen, die sich in Müllheim versammelt hatten, wie mit Mut, Fantasie und Hartnäckigkeit ein erfolgreicher Widerstand in jeder Gemeinde erreicht werden kann. Es wurden auf dieser Tagung eine Fülle von Möglichkeiten aufgezeigt, wie der Dialog mit Menschen in der Gemeinde organisiert werden kann, die für demokratiefeindliche Parolen der Rechtsextremen empfänglich sind. So zum Beispiel das geduldige Zuhören beim Gespräch mit skeptischen Bürgern und Bürgerinnen in eigens dafür angebotenen Zuhörräumen, mit Fluchterzählungen durch Geflüchtete in Schulen oder mit anschaulicher Aufklärung über die Folgen rechtsextremer Politik für die Lebensumstände eines jeden Einzelnen.
Dietrich Elchlepp, Hans Richter, Karlheinz Schiedel
Diese Initiativen aus der Region gehören derzeit dem neu gegründeten Netzwerk für Demokratie Oberrhein an: Bündnis Rheinfelden für Demokratie, Schopfheim bleibt bunt, 5 vor 12 Lörrach, Weiler Bündnis für Demokratie, Demokratie-Forum-Müllheim, DemokraTISCH Buggingen, Brandmauer Staufen, Stolperstein Initiative Staufen, Verein für demokratisches Miteinander Kirchzarten, Bürgerinitiative für Toleranz und Demokratie Denzlingen, Bündnis Aktiv! gemeinsam für Demokratie Herbolzheim/Kenzingen, Bündnis Demokratie Ettenheim, Forum Demokratie Lahr e.V. und Demokratieforum-Ortenau
Über die Gründung des Netzwerks Demokratie Oberrhein berichtet die Badische Zeitung (Bezahlschranke).

Argumente gegen Unwahrheiten
Die AfD hat ein sogenanntes 9-Punkte-Sofortprogramm zur Landtagswahl Baden-Württemberg vorgelegt. Der Inhalt: nichts Neues, stattdessen altbekannte Plattitüden, bildungspolitische Vorstellungen von vorvorgestern, Unwahrheiten und ganz offenkundige Wählertäuschungen.
In unserer Handreichung „Argumente gegen Unwahrheiten“ setzen wir uns mit den Vorstellungen der Blaubraunen auseinander und geben Argumentationshilfen für Auseinandersetzungen im Landtagswahlkampf. Denn eines ist sicher: Mit dieser Partei ist kein Staat zu machen!
Zum Download bitte auf nebenstehendes Vorschaubild klicken.
Eine doppelseitige Kurzversion (z.b. zum Verteilen an Wahlkampfständen) findet ihr hier.
Materialien für den Wahlkampf
Hier findet ihr weitere Materialien (Plakate oder Flyer), die ihr für die Landtagswahlkämpfe 2026 verwenden könnt (zum Download bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken).
Diese und weitere Materialien für die Landtagswahlkämpfe 2026 findet ihr auch auf unserer Seite „Wahlen“.
Abwarten ist keine Lösung

Der Hamburger Cartoonist Piero Masztalerz hat den Deutschen Karikaturenpreis 2025 erhalten. Mit seiner Karikatur „Abwarten“ habe der 55-Jährige eine bitter-ironische Reflexion über Wegsehen und Mitschuld abgeliefert, teilte die Jury anlässlich der Vergabe im Theater Bremen mit. Masztalerz scherze über das Entsetzen, dass viele Autokraten durch mehr oder weniger freie Wahlen an die Macht gekommen seien, heißt es in der Jury Begründung: „Das ist ebenso mutig wie nötig und in seiner Klarheit absolut preiswürdig“.
Der vielfach ausgezeichnete Comiczeichner arbeitet unter anderem für das Satiremagazin „Eulenspiegel“, die „Lübecker Nachrichten“, den „Spiegel“ und die „Bravo“. Masztalerz erhält den mit 4000 Euro dotierten „Geflügelten Bleistift“ in Gold.
Copyright: Piero Masztalerz/Deutscher Karikaturenpreis
Neue Plakate und Flyer:
Zum Herunterladen bitte auf eines der Vorschaubilder klicken:
Die Diakonie Württemberg wendet sich in ihrer Broschüre „Hintergrundinformationen zur Partei AfD“ in dankenswerter Klarheit gegen die gefährliche Politik der Rechtsextremen. + + +
+ + + Für die meisten Deutschen ist politische Gewalt ein absolutes Tabu. Für die Wählerschaft der AfD gilt das nur bedingt. Eine neue Studie des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld enthüllt Besorgniserregendes: 23 Prozent der AfD-Wählenden befürworten Gewalt zur Durchsetzung ihrer politischen Agenda. Weniger als die Hälfte der AfD-Anhängerschaft spricht sich für ein klares Nein zu Gewalt aus. + + +
+++ Die AfD gefährdet unsere demokratische Grundordnung! Demokraten in Deutschland erfüllt das Treiben der Rechtsextremen mit wachsender Sorge. Unsere neuen Flyer Totengräber, Illegale Zuwanderung, Christen contra Rechtsextremismus, Geflüchtete in Arbeit, Frauen an den Herd, Verfassungsfeinde, Inklusion, Demokratie schützen, Landesverrat und Gedenken sind online! +++
Wer wir sind
Die 2016 in Denzlingen und Freiburg i.Br. gegründete „Bürgerinitiative für Toleranz und Demokratie“ tritt bundesweit den Parolen der Rechten mit Gegenargumenten, geprüften Fakten und Zahlen entgegen.
Wir beobachten mit Sorge, dass ein zivilisierter Dialog im politischen und außerpolitischen Raum schrittweise verloren geht. Die digitalen Medien ermöglichen es leider auch, Fairness und Toleranz auszuschalten und Hassparolen zu verbreiten. Rechtsradikale nutzen diese Medien für ihre Zwecke. Diese „Untergangspropheten“ leugnen die Erfolge unseres demokratischen Staates. Sie zeichnen ein düsteres Bild von unserer Demokratie, schüren Ängste und wollen davon politisch profitieren. Sie wollen unseren Staat im nationalistischen Sinne untergraben und antieuropäisch umgestalten.
Es ist blauäugig, wenn man glaubt, nur eine größere Dialogbereitschaft könne dies zum Besseren wenden. Wir setzen uns nicht zum Gespräch mit Menschen zusammen, die darauf aus sind, ihre Mitbürger und Mitbürgerinnen anzulügen und Angst zu verbreiten. Wer behauptet, Deutschland werde von Flüchtlings-massen überrannt, eine „Umvolkung“ sei von unseren Politikern geplant, der hat Böses im Sinne. Und lügt: nur ein Prozent des Bevölkerungszuwachses in Freiburg in den letzten Jahren beruht auf dem Zuzug von Geflüchteten.
Wir setzen uns aber gezielt mit Menschen zusammen, die durch Lügen und Fälschungen der nationalistischen Stammtische verängstigt und politisch verführt werden sollen. Daher haben wir in Freiburg und in Denzlingen unsere bundesweite Aufklärungskampagne gegen rechte Parolen gegründet. Wir gehen dabei rein argumentativ gegen Rechtsradikale und Neo-Faschisten vor. Wir zeigen mit Fakten und Zahlen auf, welche negativen Folgen rechte Politik für das Alltagsleben unserer Bürger und Bürgerinnen hätte, z. B. für den Erhalt der Arbeitsplätze, für die Rente und für den Frieden in Europa und weltweit.
Wir stellen Bürgerinnen und Bürgern im ganzen Bundesgebiet, die an ihrem Wohnort über die Gefahren durch die Rechten aufklären wollen, inhaltliche Vorlagen zum Druck von Handzetteln und Großplakaten zu den verschiedensten aktuellen Themenbereichen zur Verfügung. Die vielen Unwahrheiten und diskriminierenden Angstparolen der Rechten werden von uns mit prägnanten Gegenargumenten entlarvt. Wir zeigen den Bürgerinnen und Bürgern, dass sie von der AfD angelogen und damit im Grunde nicht ernstgenommen werden. „Denn wer das Volk liebt, lügt es nicht an!“

Sie finden diese Muster hier auf unserer Homepage.
Wir beschränken uns nicht nur auf digitale Angebote. Von Anfang an haben wir bewusst soziale Brennpunkte in Gemeinden aufgesucht, dort unsere Plakatständer und Info-Tische aufgestellt und über Poster und Flyer zu aktuellen Themen das Gespräch mit den Passanten gesucht. Wir waren zum Beispiel auf dem Markt in Freiburg-Weingarten und Freiburg-Landwasser, in der Freiburger Fußgängerzone und in Umlandgemeinden. Dabei kam es zu intensiven Gesprächen mit Menschen, die uns angesprochen oder die wir in Diskussionen einbezogen haben. Am interessiertesten waren alte Menschen, die über ihre Erfahrungen mit Krieg und Diktatur sprachen, so in der DDR oder Rumänien, oder sehr junge Leute, die unsere Poster neugierig gemacht hatten. Auch Menschen, die als Gastarbeiter oder Geflüchtete zu uns kamen und ein positiveres Bild vom demokratischen Deutschland hatten als z.B. die AfD, erzählten uns von ihren Erlebnissen. Oft waren wir nur Zuhörende und bekamen so erhellende Einblicke in Biographien und politische Entwicklungen. Demgegenüber wogen Pöbeleien und verbale Attacken Einzelner gering.
Unser Wunsch? Wir brauchen noch viel mehr mutige Mitstreiter und Mitstreiterinnen. Wenn Sie Lust und Zeit haben, bei uns mitzuarbeiten, dann kommen Sie bitte auf uns zu. Wir freuen uns auf Sie!
Dietrich Elchlepp, Prof. h.c. Manfred Klimanski, Irmgard Meiners-Schuth, Andreas Meckel, Joachim Müller,
Hans Reidl, Karlheinz Schiedel, Prof. i.R. Dr. Wolfram Wette
Kontakt: toleranz-und-demokratie@gmx.de
Die Badische Zeitung, Freiburg, berichtete am 28. Februar 2024 über unsere Initiative ►
Andere Initiativen gegen den Rechtsradikalismus:
Eine weitere Initiative, die sich kritisch mit den Inhalten der Afd auseinandersetzt und wie wir Materialen für den Kampf gegen die Rechtspopulisten anbietet ist #AfDnee. Auf deren Webseite gelangt ihr durch einen Klick auf eines der beiden Vorschaubilder oben.
Der Anti-Fake-News-Blog „Volksverpetzer“ versucht seit 2014 die Narrative und Behauptungen von Extremist:innen und Verschwörungsideolog:innen zu entlarven und zu zeigen, wie man über Social Media mit Framing und Lügen die öffentliche Meinung manipulieren will. Auf deren Webseite gelangen Sie durch einen Klick auf untenstehendes Vorschaubild:
Das Portal DemokraTEAM will demokratische Teilhabe und Selbstwirksamkeit durch ein digitales Angebot erleichtern und nachhaltig stärken. Hier könnt ihr euch über Aktionen und Veranstaltungen zur Verteidigung unserer Demokratie und offenen Gesellschaft im gesamten Bundesgebiet informieren und selbst eigene Veranstaltungen einreichen. Eine interaktive Bündniskarte zeigt die Breite des zivilgesellschaftlichen Widerstandes gegen den aufflammenden Rechtsextremismus und hilft bei der Vernetzung. Ein informativer Blog und hilfreiche Tipps, beispielweise zur Anmeldung und Organisation von Demos, ergänzen das nutzbringende Angebot.
Video von Macit Karaahmentoglu aus Ditzingen, das sich in origineller Weise mit den Parolen der Rechtsradikalen auseinandersetzt:




















