Integration

Die AfD behauptet:

Flüchtlinge seien in Deutschland nicht integrierbar und plündern langfristig unsere Sozialkassen. Steuergelder in Höhe von 900 Milliarden Euro werden zum Fenster rausgeworfen. (so z.B. der Bundestagsabgeordnete Dr. Christian Wirth, AfD, am 31.Januar 2018). Stimmt das?

 

Richtig ist:

Natürlich kostet die Aufnahme von Flüchtlingen Geld. Aber nicht die Fantasiesumme, die aus unseriösen Gründen von der AfD genannt wird! 2017 hat der Bund 21,7 Mrd. Euro für die Bewältigung der Flüchtlingskrise ausgegeben, für 2018 sind 21,3 Mrd. vorgesehen. (Zahlen des Bundesministeriums des Innern)

Wenn es gelingt, langfristig Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt und in unsere Gesellschaft zu integrieren, zahlen diese Steuern und Abgaben in die Sozialkassen ein und helfen mit, den akuten Mangel an gelernten oder ungelernten Arbeitskräften abzubauen.

Aber wollen wir ausschließlich darüber reden, was Hilfen für Menschenleben in Not kosten dürfen? Geht es in der Asylpolitik nicht um die soziale und ethische Frage, wie wir mit Menschen in Not umgehen? Zählt es nicht auch zur Ehre einer reichen Nation, wenn sie anderen in Not helfen kann?

Die AfD geht davon aus, dass Flüchtling langfristig nicht zu integrieren sind. Das geht an der Wirklichkeit vorbei. Die Integration Schutzsuchender in den deutschen Arbeitsmarkt läuft derzeit viel besser als bei Geflüchteten früherer Jahrzehnte wie das Bundesamt für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung feststellt. Fünf Jahre nach ihrer Ankunft hatten 49 Prozent eine Erwerbsarbeit. Die Wirtschaft ist überrascht, wie gut die Integration gerade in der beruflichen Ausbildung läuft, wo so viele Ausbildungsstellen nicht besetzt werden konnten (siehe u.a. Badische Zeitung vom 5. Februar 2020 „Das sind ermutigende Zahlen“).

Somit zahlen immer mehr Flüchtlinge Sozialabgaben und Steuern und schaffen mit ihrer Arbeit Werte für die deutsche Volkswirtschaft.

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